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Intensive Team-Gespräche und ein enger Draht zum Kunden

Starker Player in der Präventionsarbeit: November 2018
Die Gesellschaft für Spielerschutz und Prävention (GSP), vor knapp zweieinhalb Jahren gegründet, betreut 6 000 Servicemitarbeiter. Dabei sind die jährlich 3 700 Team-Gespräche das Herzstück der Kommunikations- und Schulungsarbeit. Die GSP ist weiter auf Expansionskurs.

GSP-Geschäftsführer Holger Werner und Maren Kreinhacke, eine der regionalen Präventionsberaterinnen.
Die zentrale Säule im Konzept der Gesellschaft für Spielerschutz und Prävention: 16 erfahrene, regional verankerte Beraterinnen und Berater. Foto: Angelika Stehle

De Erfolgsgeschichte begann im Juni 2016. Die Unternehmen Löwen Play, Löwen-Gruppe und Schmidt Gruppe bündelten ihr Know-how und ihre vorbildlichen Aktitvitäten in puncto Spielerschutz mit der Gründung der Gesellschaft für Spielerschutz und Prävention. Das erklärte Ziel war die konsequente Trennung von Präventions- und Vertriebsaspekten. Diesen Kurs hat man bis heute erfolgreich beibehalten. In der Spielhalle eines Filialisten in Braunschweig nimmt der AutomatenMarkt an einem zweistündigen Team- Gespräch teil, moderiert von Maren Kreinhacke, eine von bundesweit 16 GSP-Beraterinnen und -Beratern. Mit ihrem interaktiven Würfelspiel mit diversen Themen- und Frage-Karten bricht sie sofort das Eis in der Runde. Die Themen reichen von den „zehn goldenen Regeln für kontrolliertes Spielen“ über die praktische Grenzziehung zwischen normalem, problematischem und pathologischem Spiel bis hin zur korrekten Dokumentation von Gesprächsprotokollen mit betroffenen Spielgästen.

„Das gehört zu unseren Stärken, dass unsere Beraterinnen und Berater ständig engen Kontakt zu den Teams in den Spielhallen halten. Jede beziehungsweise jeder von ihnen betreut im Schnitt 60 bis 80 Spielhallen in seiner Region“, erklärt Holger Werner.

Das Salz in der Suppe

Vor allem die Team-Gespräche mit Workshop-Charakter zwischen dem Service-Personal und dem GSP-Präventionsberater sind das Salz in der Suppe. Schulungen, Betreuungsbesuche in den Spielhallen und die Beratung von Spielgästen – das sind die drei wesentlichen Arbeitsbereiche. Es werden auch moderne, flexible Methoden wie E-Learning angeboten. Immer wird Praxisnähe ganz groß geschrieben. Eine eigene Hotline für Spielgäste und diverse Informations- und Aufklärungsmaterialien gehören ebenso zum GSPStandard. Aktuell peilt man weitere Kunden für sein Erfolgskonzept an: „Nicht nur Unternehmen in der Spielhallenbranche, auch im Bereich Gastronomieaufstellung und Sportwetten.“ Ausführlich erläutert GSP-Geschäftsführer Holger Werner die Alleinstellungsmerkmale, Praxis, Arbeitsweise und Ziele des Unternehmens im AutomatenMarkt-Interview – siehe unten.

„Wir wollen weitere Unternehmen als Kunden gewinnen“

Vier Fragen an Holger Werner, Geschäftsführer der Gesellschaft für Spielerschutz und Prävention:

AutomatenMarkt: Zweieinhalb Jahre nach ihrer Gründung – wie sieht sich die GSP im Herbst 2018 aufgestellt?
Holger Werner: Derzeit betreuen wir über 6 000 Servicemitarbeiter unserer Kunden. Wir haben die Servicekräfte sehr gut und umfassend zu den Themen Spielerschutz und Prävention ausgebildet. Es geht ja nicht nur um ein der Situation angepasstes Verhalten und das Vermögen, auf Spielgäste mit auffälligem Spielverhalten zuzugehen. Ebenso wichtig ist, dass die Mitarbeiter unterschiedliche Gesetzeslagen der Bundesländer kennen. Diese Ausbildung ist ein fortlaufender Prozess, der den Servicekräften Sicherheit im Umgang mit der komplexen Thematik gibt. Allein 2017 haben wir rund 3 100 Mitarbeiter in etwa 300 Schulungen unterrichtet. Darüber hinaus gab es circa 3.700 Team-Gespräche zwischen den Präventionsberatern und den Mitarbeitern der einzelnen Standorte. Diese Gespräche finden regelmäßig in den Spielhallen statt.

AutomatenMarkt: Wo sehen Sie ganz konkret Ihre Stärken und Alleinstellungsmerkmale?
Holger Werner: Wir haben aktuell 22 Mitarbeiter bei der GSP, davon 16 Präventionsberater. Sie bilden das Herzstück unseres Konzeptes und sind deutschlandweit aktiv. Das sind Sozialpädagogen, Pädagogen oder Psychologen. Damit haben wir eine echte Alleinstellung. Deren Arbeit umfasst im Kern drei Bereiche: Schulungen, Betreuungsbesuche in den Spielhallen sowie Beratung für Spielgäste, die nach Rat fragen. Besonders wichtig ist die Funktion der Präventionsberater als Schnittstelle zwischen Spielgast, Servicekraft und Hilfeeinrichtung. Die enge Zusammenarbeit mit dem Hilfesystem sowie der Austausch  mit der Wissenschaft sind für uns daher sehr bedeutend und helfen, unsere Konzepte permanent weiterzuentwickeln.

AutomatenMarkt: Was genau passiert an dieser Schnittstelle?
Holger Werner: Die Servicekräfte werden so geschult, dass sie in der Lage sind zu erkennen, welcher Spielgast ein auffälliges Spielverhalten zeigt. Sie werden außerdem trainiert, um das Gespräch mit diesen Gästen zu suchen und ihnen anzubieten, dass ein Präventionsberater sich einmal mit ihnen unterhält. Der betroffene Spielgast kann dann entscheiden, ob er den Präventionsberater anruft oder sich von ihm anrufen lässt. Daraus ergibt sich die Möglichkeit für ein Gespräch an einem neutralen Ort. Bei diesem fragt der Präventionsberater nach und klärt auf. Er weist im Bedarfsfall auf Hilfeeinrichtungen hin, erstellt Kontakte oder begleitet den Spielgast direkt dorthin. Immer vorausgesetzt, dass der Spielgast das auch wünscht.

AutomatenMarkt: Wohin geht die weitere Reise für das GSP-Team, welche Ziele peilen Sie an?
Holger Werner: Wir wollen weitere Unternehmen der Spielhallenbranche als unsere Kunden gewinnen. Allerdings müssen sie sich mit unserer Philosophie, wie wir den Jugend- und Spielerschutz leben, identifizieren. Durch unser Engagement im Bereich Gastronomieaufstellung und Sportwetten werden wir auch weitere Felder besetzen. Neben Präsenzschulungen für die Mitarbeiter von Glücksspielanbietern setzen wir künftig zudem auf ein breites Angebot an E-Learning-Programmen zu den Themen Spielerschutz und Prävention. Das E-Learning bietet einen hohen Wissenstransfer und kann individuell von den Mitarbeitern genutzt werden. Individuell bedeutet vor allem zeitlich flexibel und der eigenen Lerngeschwindigkeit angepasst – jederzeit abrufbar, jederzeit wiederholbar. Das festigt nachhaltig das Wissen um Prävention und Spielerschutz als Ergänzung zu den Präsenzschulungen.

Vollständiger Bericht: AutomatenMarkt